Was ich gerne tu.....

 

... lesen,
in der Hängematte, im bequemen Stuhl oder auch am Schreibtisch. Und über das Gelesene
diskutieren...
.. Ruedi Brassel mit Ueli Mäder


Meist ein Sachbuch, aber immer mal wieder ein Roman, ein Theaterstück
und natürlich viel Zeitungen und Zeitschriften.

Literarisches:

Jüngst gelesen:

Eveline Hasler, Stürmische Jahre. Die Manns, die Riesers, die Schwarzenbachs, Zürich, Nagel & Kimche 2015.
Anne Cueno, Schon geht der Wald in Flammen auf, Bilgerverlag, Zürich 2014
Zwei packende, einfühlsame Bücher über das Zürcher Schauspielhaus zur Zeit des 2. Weltkriegs.

Hans Magnus Enzensberger, Tumult, Suhrkamp, Berlin 2014
Ein Blick zurück ohne Zorn aber mit viel Zweifel und Ironie in Zeiten des Zorns einer aufbrechenden Intellektuellen-Generation der 1960er-Jahre.

Wer's gerne deftig mag, dem sei ein besonderer "Basler" Roman emfpohlen:
Harry Bellet, Les Aventures extravagantes de Jean Jambecreuse, artiste et bourgeois de Bâle. Assez gros fabliau, Actes Sud, Paris 2013.
Ein heiteres Fabulieren über das Wirken des Hans Holbein [Jambecreuse ,-)] in und um Basel im 16. Jahrhundert.

Nach wie vor hoch im Kurs ist der holländische Schriftsteller Marten t'Hart. Zuletzt mit seinem Roman "Der Schneeflockenbaum" (München 2009, Piper Verlag).
Ein sprachrhythmisches Vergnügen mit meisterlichen Mundartmelodien ist "Der Goalie bin ig" von Pedro Lenz (edition spoken skript, Luzern 2010).

Politische Literaturtipps:

Ueli Mäder, "macht.ch. Geld und Macht in der Schweiz" Mit Fallstudien von Peter Streckeisen, Markus Bossert, Ganga Jey Aratnam und Gian Trepp, Rotpunktverlag, Zürich 2015.
Begegnungen mit der Welt der Macht und ihrer Wahrnehmung. Und wenn einer die Mechanismen der Macht wahrnimmt, dann ist es Ueli Mäder. Nicht als anonymes Monstrum, sondern in differenzierter Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Menschen, die einem in diesem Buch begegnen, die Ueli Mäder Auskunft geben über ihre Wahrnehmungen der Mechanismen unserer Gesellschaft.
Am 3. Januar 2016 hatte ich das Vergnügen, mit Ueli Mäder im Talk am Dreikönigstreffen der SP Baselland ein ausführliches Gespräch über dieses Buch zu führen. Hier ein Link zu einigen Fotos von diesem Anlass.

Jakob Tanner, Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert.
C.H. Beck Verlag, München 2015.
Ein schwergewichtiges Werk, das mehr als eine Lücke schliesst. Die Schweiz wird nicht zum Sonderfall erhoben, sondern eingeordnet in die Geschichten der Moderne und ihrer Dissonanzen des letzten Jahrhunderts. (Ganz besonders freut mich, dass Jakob Tanner den Titel meiner Dissertation "Dissonanzen der Moderne" zum Leitfaden eines ganzen Kapitels über die 1920er-Jahre genommen hat). 

Heiner Flassbeck, Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert,
Westend Verlag, Frankfurt 2009.
Eine analytische Streitschrift wider die Konzept- und Sprachlosigkeit, die sich in der Linken gegenüber der lange herrschenden Lehre des Neoliberalismus breit gemacht hat. Ein Plädoyer für eine volkswirtschaftliche Logik und eine aktive Wirtschaftspolitik, die allein aus der Krise herausführen können, in die uns die betriebswirtschaftliche Unternehmerlogik geführt hat, der auch viele im linken Lager verfallen sind.

Dazu gibt's oft auch Musik.

Musikalische Leckerbissen sind für mich:

 ... der Blues (fast) jeder Art, insbesondere B.B. King, John Lee Hooker und
   Keb Mo. Dazu natürlich die kongeniale Neuerfindung des Blues in der
   stillen Hasenart.

 ... Musik aus Westafrika, insbesondere von Sona Diabaté aus Guinea.

 ... und natürlich auch die Werke von Johann Sebastian Bach, denen etwa
   ein Glenn Gould neue Dimensionen vermittelt hat, die von Marten t'Hart
   literarisch noch erweitert werden.

 ... last not least Carole King, deren Songs mich seit Jahrzehnten begleiten.

 

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