Nach längerer Zeit habe ich wieder einmal ein Theaterstück geschrieben. Im August 2008 wurde es von der Laienbühne Pratteln uraufgeführt. Und zwar am Originalschauplatz, dort, wo vor 175 das geschehen ist, worum sich das Stück dreht. Das Stück heisst:

Der dritte August
Szenische Bilder zum Brand in Pratteln 1833

von Ruedi Brassel-Moser

 

www.brand-in.pratteln.ch

Am 3. August 1833 wurde die Trennung der beiden Basel besiegelt, in blutiger Schlacht an der Hülftenschanz. Am gleichen Tag wurden in Pratteln beim Durchzug der Basler Truppen neun Häuser angezündet.

Heute, nach 175 Jahren, fragt man sich: Worum ist es eigentlich damals gegangen? Wie ist es dazu gekommen? Haben wir etwas daraus gelernt? Gibt es überhaupt einen Grund zu Jubilieren? Und was fangen wir damit an? Diesen Fragen geht das Stück „Der dritte August“ nach.

Die Ereignisse des 3. August 1833 werden aus dem Blickwinkel der Hauptstrasse in Pratteln behandelt. An eben dieser Strassenzeile, am Originalschauplatz sozusagen, wird das Theaterstück inszeniert.

Damit verändert sich auch die Perspektive für den Rückblick auf das Geschehen vor 175 Jahren. Der Blick zurück erzählt die Geschichte vom Rand her. Es ist ein Versuch, sich diese Geschichte im Erleben von Menschen vorzustellen und neu zu erwecken, die damals hier gestritten und gelitten haben. Doch die Akteure dieses Stücks hat es nie gegeben, schon gar nicht so, wie sie sich hier präsentieren.

Die Rollen des Stücks sind frei erfunden. Doch die Fantasie beruht auf geschichtlich verbürgten Aussagen und Darstellungen in den Quellen und will historisch plausibel sein.
 

 

Das Theater am Originalschauplatz mit der Laienbühne Pratteln
 

aufgeführt vom 2. - 10. August 2008
Spielort: Hauptstrasse in Pratteln (vor dem Engelbrunnen)

Autor: Ruedi Brassel-Moser
Regie: Dorette Dürr

 
   
Weitere Artikel zu Pratteln und den Trennungswirren:
Pratteln: die harte Nuss vom 3. August 1833
 
Stufenfolge Basel-Stadt
Stufenfolge Baselland